Gymnasium CHRISTIANEUM

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Die Geschichte der Schule
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Die Jahre 1945 bis 1969
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6. 8. 1945
Wiederbeginn des Unterrichts für die Klassen 1 bis 4 in Hamburg, für die höheren Schulen am 1. 10. 1945.
22. 10. 1945 Wiederbeginn des Unterrichts am Christianeum.
Traurige Bilanz: 192 Schüler, Lehrer oder ehemalige Schüler sind dem Krieg oder politischer Verfolgung zum Opfer gefallen.
1945 - 1947 Da der größte Teil der Bücherbestände durch Auslagerung gerettet worden war, wird ca. die Hälfte der Bücher der Bibliothek des Christianeums von der Staats- und Universitätsbibliothek konfisziert, die erhebliche Verluste durch Bombenschäden erlitten hatte.
6. 9. 1945 Beim Schülereinsatz zur Bergung von Baumaterial in Ottensen werden nach einem Mauereinsturz ein Schüler des Christianeums getötet und ein zweiter verletzt.
Ende 1945 Beginn der Schulspeisung in Hamburg;
ab 3. 6. 1948 verstärkt durch die USA.
14. 1. 1946 Schülerzahl des Christianeums: 680.
Ostern 1946 Wohl zum ersten Male seit der Einführung der Reifeprüfung findet am Christianeum kein Abitur statt.
9. 5. 1946 Schülerzahl des Christianeums: 792.
12. 12. 1946 Erster Elternrat nach dem Kriege gewählt.
Februar 1947 Unterricht in drei Schichten, da es nur 4 Öfen gibt!
März 1947 Erste Reifeprüfung nach dem Kriege:
Die schriftlichen Arbeiten werden in der Albrecht-Thaer-Schule am Holstenglacis angefertigt.
Die Abiturientenentlassung (im Beisein des 1945 zum Oberschulrat ernannten Heinz Schröder) erfolgt in Mänteln im ungeheizten Musiksaal, da die Aula noch von Vögeln und Ratten wimmelt und das vorgesehene alte Lehrerzimmer am Entlassungstag unerwartet vom Schmelzwasser der Schneemassen auf dem Dach überschwemmt ist.
8. 4. 1947 Beginn der „Ära“ des neuen Direktors Dr. Gustav Lange
(bis 31. 3. 1963).
April 1947 Erste Begrüßungsfeier (überhaupt) für die Schulanfänger mit einer Aufführung der 6. Klassen.
3. 6. 1947 Erster Wandertag nach dem Krieg.
Sommer 1947 Wiederbeginn der Klassenreisen nach Puan Klent, in die Lüneburger Heide, in den Harz und an die Ostsee.
Der Schülerturnverein PALÄSTRA wird wiederbegründet, Ende der 50er Jahre geht er endgültig ein.
13. 9. 1947 Erstes Schulsportfest nach dem Krieg
20. 10. 1947 In einer Eingabe an die Schulbehörde begründet der Elternrat den Wunsch nach Beibehaltung der 4-jährigen Grundschule.
Nach den Wahlen in Hamburg 1949 wird die 6-jährige Grundschule durchgesetzt, nach einmaligem Durchgang aber wieder abgeschafft.
(Im Vorgriff darauf dürfen aber 1953 wieder Viertklässler für die wissenschaftliche Oberschule angemeldet werden, so dass am Christianeum auch wieder Latein ab Klasse 5 und Englisch ab Klasse 7 unterrichtet werden können.)
15. 11. 1948 Der „Verein der Freunde des Christianeums“ und die „Vereinigung ehemaliger Christianeer“ nehmen ihre Tätigkeit wieder auf.
Februar 1949 Die Schulzeitung CHRISTIANEUM erscheint wieder unter alter Leitung im 5. Jahrgang.
November 1949 Erste Wahl von Präfekten durch die Schüler der Oberklassen (nach englischem Vorbild) als eigenständige Form der in Hamburg eingeführten SMV;
Vorläufer der heutigen SV (Schülervertretung).
9. 11. 1949 Besuch des Schulsenators Landahl: Er überreichte der Schule den Prof.-Wolfgang-Meyer-Preis für die besten sportlichen Leistungen der Knaben-Oberschulen Hamburgs.
20. 11. 1949 Erstes Winterfest des Vereins der Freunde des Christianeums nach dem Krieg.
Die Veranstaltung muss wegen Überfüllung polizeilich geschlossen werden.
1950 Aufblühen von Jazzbands am Christianeum.
1. 9. 1950 Sommerfest der ganzen Schule im Altonaer Volkspark
(nicht mehr wie früher in Pinneberg).
5. 9. 1950 Erster „Offener Unterrichtstag“ am Christianeum.
Juli 1951 Einstellung der Schulspeisung.

Wiederaufnahme des Schüleraustausches mit England: Besuch der Klasse 9g2 in Middlesbrough mit anschließendem Gegenbesuch;
keine „Traditionsentwicklung“.

Das Altonaer Museum gibt 5 Gemälde, Leihgaben aus der Amtszeit des Direktors Dr. Arnoldt (1894-1908), wieder zurück. Es sind Ölportraits wichtiger Persönlichkeiten aus der Gründungs- und Frühgeschichte der Schule:
v. Schomburg, v. Söhlenthal, v. Lynar, Frederik V., Christian VII.
(noch heute im Bestand).

November 1951 Erste Nummer der Schülerzeitung DIE LUPE
(letzte Ausgabe: Ende 1970).
8. 3. 1952 Erstmalige Teilnahme von Jubiläumsabiturienten (Abitur vor 30, 40 und 50 Jahren) an der Abiturientenentlassungsfeier.
Ostern 1952 Die Einrichtung einer neuen 7. Klasse des realgymnasialen Zweiges (im 50. Jahr seines Bestehens) wird nicht gestattet.
Damit beginnt der Abbau des Realgymnasiums am Christianeum.
Sommer 1952 Der ehemalige Schüler Claus Groth (1949 nach der 10. Klasse abgegangen) wird bester Schuhmachergeselle der Bundesrepublik.
26. 3. 1953 Feier zur Wiederherstellung der alten Orgel durch den Orgelbaumeister Rudolf von Beckerath.
Sommer 1953 Erste Klassenreise (abgesehen vom England-Austausch) einer (12.) Klasse des Christianeums ins Ausland – nach Italien!
12. 9. 1953 Erstes Schul-Sommerfest überhaupt in der Schule.
23.10.1954 Letzte Gedenkstunde für die deutschen Kriegsgefangenen.
März 1955 Erste Reise einer (13.) Klasse nach Griechenland (dieselbe Klasse, die ein Jahr zuvor nach Italien fuhr): nach dem Abitur, mit dem Klassenlehrer!
Ostern 1955 Drei neu errichtete Pavillons mit 6 Unterrichtsräumen können bezogen werden.
Dadurch kommen 16 Klassen in den Genuss eines normalen Vormittagsunterrichts.
August 1955 Die Schlee-Schule bezieht ein eigenes Gebäude.
Nach zehn Jahren kehren damit alle Klassen des Christianeums zum Vormittagsunterricht zurück!
1955 - 1962 Generalüberholung des Schulgebäudes.
1956 Versorgung aller Räume mit modernem Mobiliar.
19. 9. 1956 Bürgermeister Engelhard übergibt in einer Feierstunde den neuen Sportplatz seiner Bestimmung.
14. 3. 1957 DIE LUPE wird zur besten Schülerzeitung Hamburgs erklärt und erhält den Peter-Zenger-Wanderpreis.
1. 3. 1958 Erste Abiturientenentlassung in der renovierten Aula in Gegenwart des Schulsenators (und früheren Schülers) Landahl.
28. 2. 1959 Abiturientenentlassung in Anwesenheit des Bürgermeisters Brauer.
Der Direktor widmet dem mit diesem Jahrgang auslaufenden Realgymnasium im Christianeum einen ehrenden Nachruf. Anschließend spricht Bürgermeister Brauer zu den Abiturienten.
10. 3. 1960 DIE LUPE gewinnt zum zweiten Male den Peter-Zenger-Wanderpreis als beste Hamburger Schülerzeitschrift.
1. 7. 1960 Die letzten Klassen der Schlee-Schule verlassen das Gebäude. Dadurch stehen alle Räume wieder dem Christianeum zur Verfügung.
13. 11. 1960 Enthüllung des von Gerhard Marcks geschaffenen Christianeer-Ehrenmals für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs, gestiftet von den Eltern der Schule. Die Gedenkrede hält Senator Landahl.
1962 Gründung des C-Orchesters (nur Bläser):
Urzelle der sich durch die Einbeziehung des Jazz (seit 1973) entwickelnden Brass Band, die seit 1975 auch so heißt;
Leitung seit dem 1. 5. 1974: Werner Achs (bis zur Pensionierung im Sommer 2006), danach: Timo Sauerwein.
9. 3. 1963 Abiturientenentlassung mit der Rede des „Goldenen Abiturienten“ Senator Landahl.
3. 4. 1963 Einführung des neuen Schulleiters Hans Kuckuck
(Amtszeit bis 30. 10. 1977).
3. 7. 1963 Schülerzahl des Christianeums: 512.
19./20. 9. 1963 225-Jahr-Feier des Christianeums
Bereits unter dem Eindruck des drohenden Gebäudeabrisses, mit Festakt (Grußworte des Senats: Innensenator Helmut Schmidt; Festrede Prof. Haas: “Was erwartet die Universität von der Schule?“), Theater, Schuloper, Tanz, Bewirtung etc. – alles in der Schule.
29. 2. 1964 Bei der Abiturientenentlassungsfeier erstmals Übergabe einer Prämie aus dem „Dr.-Gustav-Lange-Fonds“ zur Durchführung von Hellas-Reisen, begründet aus einer Geldsammlung 1963 von Eltern zugunsten eines Abschiedsgeschenks für den scheidenden Direktor. Die Summe fiel unerwartet hoch aus, so daß Letzterer sie in seinem Sinne umwidmete.
Seit Abitur 1965 regelmäßig vergeben als „Dr.-Gustav-Lange-Preis“ für die beste Leistung auf musischem Gebiet.
13. 5. 1964 Nachdem im Rahmen der 1960 beschlossenen Westtangente bzw. der Elbtunnel-Planungen der Abriss des Christianeums-Gebäudes als unumgänglich feststeht, erteilt die Hamburgische Bürgerschaft dem Senat den Auftrag, „rechtzeitig mit Planung und Durchführung eines der Tradition des Christianeums entsprechenden Neubaus zu beginnen“.
Dieser Zusatz entsteht durch starken öffentlichen Druck.
7. 10. 1964 Ausschreibung eines internationalen Architekten-Wettbewerbs mit gezielter Einbeziehung dänischer Beteiligung.
April 1965 Einführung der Koedukation am Christianeum sowie Eintritt der ersten weiblichen Lehrkraft ins Kollegium.
5. 5. 1965 Vorstellung der Faksimile-Ausgabe (600 Exemplare) des Codex Altonensis der „Divina Commedia“ Dantes, die mit Geldern der Stiftung Volkswagenwerk finanziert worden ist;
Initiator und Herausgeber ist der Schulbibliothekar Dr. Haupt.
15. 6. 1965 Beim Architekten-Wettbewerb für den Neubau des Christianeums erhält der Entwurf des dänischen Architekten Arne Jacobsen und seines Associés Otto Weitling den ersten Preis.
Ostern 1966 Neuordnung des Unterrichts im Griechischen:
Beginn ab Klasse 9 statt wie bisher ab Klasse 8.
(Dazu Schulleiter Kuckuck: „Angriff auf die Substanz des altsprachlichen Gymnasiums“.)
Januar 1967 Letzte Aufnahmeprüfung für die Sexta in Hamburg.
30. 11. 1967 Feier anlässlich der Wiederkehr des 150. Geburtstages Theodor Mommsens.
3. 4. 1968 Oberstufenschüler dürfen laut Konferenzbeschluss in den Pausen in den Klassenräumen bleiben;
die Einrichtung eines Raucherzimmers wird empfohlen.
8. 5. 1968 Erster Spatenstich für den Neubau des Christianeums nach dem - aus finanziellen Gründen etwas reduzierten - Entwurf Arne Jacobsens.
26. 9. 1968 Grundsteinlegung für das neue Schulgebäude in Anwesenheit des Schulsenators Drexelius.
Ostern 1969 Einführung des Russischen (als Alternative zum Griechischen) als dritte (obligatorische) Fremdsprache in Klasse 9.
Nach Festsetzung der neuen „Bestimmungen über Schülervertretungen und Schülergruppen“ entsteht am Christianeum als Form der Schülervertretung das „Kollektiv“ (anstelle der bisherigen ressortzuständigen Präfekten).
Sommer 1969 Beginn eines zweijährigen Unterrichtsversuchs als Probedurchgang für das geplante neue Oberstufen-Kurssystem in Gemeinschaftskunde und Sport: Differenzierung des Unterrichts der Klassen 12 und 13 durch Kurswahl aus vier Kursen (Aufhebung des Klassensystems).

Einführung der Schülermitberatung bei den Zeugniskonferenzen der zehnten Klassen (unter Ausschluss der Abstimmung über die Versetzung) – zu diesem Zeitpunkt in Hamburg noch ohne Beispiel;
am 16. 6. 1975 als Versuchsmodell endgültig durch die Schulbehörde genehmigt.