Gymnasium CHRISTIANEUM

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Die Jahre 1970 bis 1989

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Foto: Quelle + Lizenz



Januar 1970
Erstmals nehmen einzelne Schüler der 12. Klassen als Zuhörer an den Abiturprüfungen teil.
22. 1. 1970 Die Abiturienten werden auf eigenen Wunsch formlos entlassen und holen sich das Abiturzeugnis im Sekretariat ab.
26. 2. 1970 Richtfest für das neue Schulgebäude.
Schuljahr 1970/71 Einführung der 5-Tage-Woche auch in der Schule.
Beginn des Aufbaues eines Chores ab Klasse 5 in der noch heute gültigen Form durch Dietmar Schünicke.
Ostern 1971 Einführung der reformierten Oberstufe am Christianeum sowie an 16 anderen Hamburger Gymnasien als Pionierschulen (differenzierter Unterricht in Deutsch, Latein, Mathematik mit Kurssystem) nach der „Vereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) über die neugestaltete Oberstufe“, die 1972 endgültig verabschiedet wird.
19. 4. 1971 Umzug der Schule in das zu etwa zwei Dritteln fertig gestellte neue Gebäude in der Otto-Ernst-Str. 34.
Mai 1971 Abriss des alten Gebäudes in der Behringstraße.
August 1971 Gründung des A-Chores (ab Klasse 8), der sich zum größten Schulchor Deutschlands entwickelt; Leitung: Dietmar Schünicke (bis zur Pensionierung im Sommer 2008), danach: Michael Jan Haase.
8. 6. 1972 Vorstellung des Informationspapiers der Deutsch-Fachkonferenz zum Deutschunterricht am Christianeum (es wird sogar in der Hamburgischen Bürgerschaft diskutiert).
15./16. 9. 1972 Übergabe des vollendeten Schulneubaus - leider nicht mehr in Anwesenheit Arne Jacobsens (verstorben am 24. 3. 1971), mit anschließendem Schulfest;
inbegriffen ist die Besichtigung des Autobahn-Elbtunnels, für dessen Zufahrtsweg das alte Gebäude abgerissen werden musste.
12. 4. 1973 Das neue Hamburger Schulverwaltungsgesetz tritt in Kraft (mit Einführung der Schulkonferenz, die aus Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern sowie einem Vertreter des nichtpädagogischen Personals besteht).
Oktober 1973 Erstmalige Teilnahme aller Oberstufenschüler (jahrgangsübergreifend) an ein- bis dreiwöchigen Studienprojekten;
daraus entwickeln sich die in zweijährigem Turnus durchgeführten Projektreisen.
Sommer 1974 Gründung der zweiten Schülerzeitung von Bedeutung: DIE ZWIEBEL;
sie besteht bis 1984.
Advent 1974 Begründung der seitdem alljährlich stattfindenden Adventskonzerte des Christianeums mit allen Chören und Orchestern:
  • 1974-1977
    Christianskirche in Ottensen
  • 1978
    St.Trinitatis-Kirche in Altona (Anknüpfung an frühere Beziehungen zur Hauptkirche Altonas seit den Gründungsfeierlichkeiten der Schule 1744)
  • 1979
    Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg
  • seit 1980
    in der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg
1975/1976 Intensive Diskussion behördlicher Schulentwicklungspläne (SEPL) in Erwartung von „Lehrerschwemme“ und „Pillenknick“, nach denen das Christianeum in eine Stufenschule (Oberstufenzentrum) umgewandelt werden soll; der Plan kann nicht durchgesetzt werden.
16. 9. 1976 Feierliche Übergabe eines Ölportraits des Schulgründers Christian VI. durch den dänischen Botschafter Frode Schoen als Geschenk der bedeutenden dänischen „Carlsberg-Stiftung“ anlässlich der 238. Jährung des Gründungstages der Schule (19. 9.) sowie (nachträglich) der 232. Wiederkehr des Namenstages (11. 5. 1744).
Die Initiative zu diesem Geschenk ist von Botschafter Schoen selber ausgegangen, dessen Nachforschungen zur Frage, warum eine solche Portraitgabe nicht zur Gründungszeit der Schule erfolgte, ergebnislos geblieben sind.
25. 10. 1976 Eröffnung der Cafeteria MIC („Mittagessen im Christianeum“) – notwendige Folge von Oberstufenreform und Stundenplangestaltung.
17. 12. 1976 Erster Weihnachtsbasar der 5. und 6. Klassen, der im Folgejahr auf Anregung der SV erweitert und seitdem kontinuierlich zugunsten wechselnder karitativer Zwecke veranstaltet wird.
6. 6. 1977 Überreichung einer von Kollegen, Schülern und Freunden verfassten Festschrift an Schulleiter Kuckuck anlässlich seines 65. Geburtstages.
10. 1. 1978 Amtseinführung des neuen Schulleiters Ulf Andersen (Amtsdauer bis 31. 7. 2005).
Frühjahr 1978 Herausgabe des ersten Schüler-Jahrbuchs am Christianeum; mit wenigen Unterbrechungen in der Frühzeit jährliches Erscheinen zur Abiturientenentlassung (nicht zu verwechseln mit dem jeweiligen jahrgangsinternen „Abi-Buch“).
1. 9. 1978 Erfolgreicher Abschluss der mehr als zweijährigen Reparaturarbeiten am Dach des Christianeums, dessen Leckagen jahrelang den Einsatz dutzender Plastikwannen erfordert hatten.
7. 9. 1978 Schülerzahl des Christianeums: 1007 (bis dato höchste Anzahl).
Januar 1979 Als eines der ersten Hamburger Gymnasien führt das Christianeum ein obligatorisches dreiwöchiges Betriebspraktikum in der Vorstufe ein.
Juli 1979 Der erste Tisch-Computer wird installiert, ein Commodore-Rechner;
Beginn des Informatik-Unterrichts durch Herrn Stenzel.
6. 8. 1980 Beginn eines dreijährigen Sanskrit-Kurses mit Herrn Becker – vermutlich zum erstenmal Altindisch an einem deutschen Gymnasium.
Mai 1981 Erstes Eltern-Lehrer-Seminar. Thema: „Erziehungsziele in Schule und Elternhaus“;
seit 1983 alle 2 Jahre Eltern-Lehrer-Schüler-Seminare (E-L-S) mit jeweils aktuellem Thema.
Sommer 1981 Wiederaufnahme des Schüleraustausches mit England (Birkenhead bei Liverpool);
nach zweimaliger Wiederholung 1984/85 sowie 1986/87 aber abgebrochen: Das Fach „Deutsch“ ist dort eingestellt worden.
November 1981 Der neue Steinway-Flügel wird eingeweiht.
Sommer 1982 Erste Projektwoche für die ganze Schule („Friedenswoche“).
Sommer 1983 Mit der Aufführung der „Dreigroschenoper“ durch die Theatergruppe eines Deutsch-Leistungskurses beginnt die Ära des Unterrichtsfaches „Darstellendes Spiel“ (DSP) unter der Leitung von Günther Schäfer.
Die APOgyO („Allgemeine Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe“) verschärft die Zulassungsvoraussetzungen für die Abiturprüfung.
Sommer 1984 Einführung des „Certificate of Proficiency in English“ der Universität Cambridge (CPE): Zusatzqualifikation, mit der die sprachlichen Aufnahmebedingungen aller britischen Universitäten erfüllbar sind, Ende der 90-er Jahre eingestellt;
seit 1. 2. 2008 Nachfolge durch das USA-Testprogramm „TOEFL“ ("Test of English as a Foreign Language").
12. Juli 1985 Helene Thomsen, Bibliothekarin von Beruf, beendet ihren ehrenamtlichen Dienst in der Bibliothek des Christianeums, den sie als Ruheständlerin im März 1973 nach dem Tode ihres Mannes, des ehemaligen Christianeers Dipl.-Ing. Johannes Thomsen, aufgenommen hatte. Sie hat den gesamten Bestand maschinenschriftlich aufgenommen und durch die Erstellung von Stichwort-, Standort- und alphabetischem Katalog entscheidend dazu beigetragen, die Bibliothek benutzbar zu machen.
Schuljahr 1985/1986 Als zusätzliches Unterrichtsfach für die Oberstufe wird Chinesisch eingeführt.
10. 10. 1985 Eröffnung des Wasserlabors (Schulbezirkszentrum für Biologie).
17. 4. 1986 Festkonzert in der Aula zur Einweihung der neuen Walcker-Orgel, die seit 1962 im jetzt geschlossenen Kirchenpauer-Gymnasium gestanden hatte; die alte Orgel in der Behringstraße war zum Zeitpunkt des Umzuges 1971 in die Otto-Ernst-Straße nicht mehr spielbar.
24./25. 6. 1986 Einbeziehung des Christianeums in etliche Veranstaltungen des Internationalen P.E.N.-Kongresses in Hamburg, u.a. mit Hermann Kant, dem Präsidenten des Schriftsteller-Verbandes der DDR, dessen Vater ihm einst das Christianeum als Negativ-Beispiel einer Schule dargestellt hatte.
November 1986 Erste Christianeums-Schüler in Leningrad;
Mai 1987: Zum ersten Mal überhaupt sind Schüler aus Leningrad in Hamburg am Christianeum.
Mai 1987 Erste Christianeums-Schüler in Shanghai; erster Gegenbesuch chinesischer Schüler im August;
seitdem kontinuierliche Kontakte und Schüleraustausch.
24. 6. 1988 Bei der Abiturientenentlassung erstmalige Verleihung des „Ornithes-Preises“ für die beste Leistung auf dem Gebiet der Alten Sprachen, gestiftet von der Vereinigung ehemaliger Christianeer (V.e.C.);
der Preis ist benannt nach der Komödie „Vögel“ (Ornithes) des Aristophanes, die der Griechisch-Leistungskurs des Abiturjahrgangs 1986 mit eigener Übersetzung und Vertonung des Originaltextes sowie in eigener Regie auf die Bühne der Aula gebracht hatte.
14. 9. 1988 Eintreffen von vier chinesischen Gastschülern mit dem Vizedirektor der Shanghaier Partnerschule sowie Herrn Song Ludong, der als erster chinesischer Gastlehrer ein Jahr lang den Chinesischunterricht verstärken wird. Er erarbeitet in diesem Jahr ein eigenes Lehrbuch!
16.-24. 9. 1988 Festwoche zur Feier des 250-jährigen Jubiläums des Christianeums
  • Festakt in der Musikhalle
  • Empfang im Hamburger Rathaus
  • Gottesdienst in der Altonaer Hauptkirche St. Trinitatis
  • Ausstellung im Altonaer Museum: „Des Königs Schule spricht Latein“
  • Festball im Hotel Atlantic
  • Opern- und Theateraufführungen in der Schule
  • Ehemaligentreffen
  • Übergabe der „Ziegenbock“-Plastik durch den Ehemaligen Volker Hayn
  • Elbelauf und viele andere Veranstaltungen von Lehrern und Schülern
  • vierbändige Festschrift im Schuber (einschl. Musik-Kassette) mit Beiträgen zu Geschichte und Gegenwart der Schule
13. 11. 1988 A-Chor und Orchester gestalten den musikalischen Rahmen der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag in der Bonner Beethovenhalle in Gegenwart des Bundespräsidenten, des Bundesratspräsidenten, der amtierenden Bundestagspräsidentin und mehrerer Bundesminister. (Die Veranstaltung wird vom ZDF übertragen.)
Anschließend Empfang beim Bundespräsidenten von Weizsäcker.
Die Einspielung der vom Chor gesungenen Nationalhymne wird einige Jahre lang zum Sendeschluss des ZDF-Programms gesendet.
9. 12. 1988 Die Jungen-Hockeymannschaft des Christianeums wird Landesmeister im Hallenhockey.
2. 2. 1989 Die Schulkonferenz beschließt die Einführung des ITG-Unterrichts ("Informationstechnische Grundbildung") auch in nicht-mathematischen Unterrichtsfächern.
1. 9. 1989 50 Jahre Schulzeitschrift CHRISTIANEUM (im 44. Jahrgang).
8. 9. 1989 Start eines in der Schule gebauten Solar-Mofas beim „Solarmobil“-Cup in Lübeck.

Feierliche Einweihung des Informatik-Raumes mit einer von einem Schülervater gestifteten kompletten Neuausstattung (2. Generation von Computern) für klassenweisen Unterricht in Informatik (Oberstufe) sowie ITG in Klasse 7 und 8 in Deutsch und Englisch.

16./17. 9. 1989 Im Zuge eines spektakulären (nie aufgeklärten) Einbruchs wird der neu eingerichtete Informatikraum ausgeraubt! Glücklicherweise war die Ausstattung noch rechtzeitig versichert worden.