Gymnasium CHRISTIANEUM

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Chinesisch

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altSchüler des China-Austausches auf der chinesischen Mauer 
 
 
Fachbereich CHINESISCH

Fachleitung: Frau Ming Chai


Chinesisch ist die mesitgesprochene Weltsprache. Verständigungsbasis für etwa ein Fünftel der Menschheit, Amtssprache der Vereinten Nationen.
China hat zudem die weltweit längste und umfangreichste kulturelle und literarische Tradition aufzuweisen. Die zunehmende politische und wirtschaftliche Bedeutung Chinas erfordert auch in unserem Kulturkreis mehr Menschen, die mit der Sprache und dem kulturellen Erbe des Landes vertraut sind.
Allgemein gesehen hat der Chinesisch-Unterricht - gelehrt wird in Hochchinesisch (Mandarin) - das Ziel, eine Sprachkompetenz zu entwickeln, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich entweder auf ein Studium in dieser Fremdsprache oder auf den privaten und beruflichen Einsatz des Chinesischen vorzubereiten.

Das Fach Chinesisch in der Stundentafel:

Chinesisch kann ab der 7. Klasse neru aufgenommen werden. Zunächst als Werkstatt zum Kennenlernen der neuen Fremdsprache, dann ab Klassenstufe 8 im Wahlpflichtbereich. In der Oberstufe wird Chinesisch vierstündig als Wahlfach unterrichtet. Das Christianeum bietet Chinesisch als schriftliches und mündliches Abitur-Prüfungsfach an.

 

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Hamburg grüßt Shanghai:“Shanghai, Nihao!“

 

Der 28. September 2010 - ein besonderer Tag für das Hamburg-Haus auf dem Expo-Gelände in Shanghai: 31 Schüler des Christianeums übermittelten musikalische Grüße von der Elbe an die Partnerstadt am Huangpu. Ganz in weiß gekleidet nahm die Performance der jungen Hamburger eine rasch wachsende Zahl von Expo-Besuchern gefangen. Vor den zunächst neugierig abwartenden Chinesen bewegten sie sich dynamisch und voller Freude paarweise zur Akkordeonmusik, wie ein Wirbelwind drehten sie sich und tanzten. Das Publikum begann zu klatschen. Schließlich mündete dies in lauten Jubel, der weitere vorbeigehende Besucher anzog. Schnell war der Platz vor dem Pavillon gefüllt.

Die Aufregung der 14-jährigen Schüler war nicht zu übersehen. Erst seit zwei Tagen waren sie in Shanghai. Für Proben hatten sie kaum Zeit gehabt und nun schon die Premiere. Josephine und Paulina waren sichtlich nervös. Sie mussten auf Chinesisch solo singen und dann auch noch ohne Mikrophon. Der jüngste Schüler Jasper fragte: „Wenn ich den Text vergesse, was soll ich machen?!“ Yannik beruhigte wie ein erfahrener Regisseur: „Du wirst nichts vergessen, wir müssen aber lauter sprechen“. Bea und Luise organisierten die Bilder, die sie später auf der Bühne brauchen. Beide Mädchen haben zu Hause große Geschwister, aber jetzt in China fühlten sie sich für ihre Gruppe verantwortlich.

Nach dem Tanz standen die Schüler in einem Halbkreis, jeder hielt ein großes Bild mit Facetten seiner Heimatstadt in den Händen. Auf Chinesisch sprachen sie zum Publikum: „Wo jiao Bea (Ich heiße Bea)“, „wo shi de guo ren (ich bin Deutsche)“, „“wo jia zhu zai Hanbao (meine Familie wohnt in Hamburg)“, „wo jia you mama, baba, hai you yi ge meimei (ich habe Mama, Papa und eine kleine Schwester). Lachen und Klatschen im Publikum, weil in China jede Familie nur ein Kind haben darf…“wo ai chi zhong guo fan (ich mag chinesisches Essen)“ Lachen , „wo ai xue zhongwen (ich lerne gern Chinesisch)“ Klatschen, „wo di yi ci lai zhong guo (ich komme zum ersten Mal nach China)“ Lauter werdendes Klatschen, „wo hui xie hanzi (ich kann chinesisches Schriftzeichen schreiben) Lachen und Klatschen. Als zwei Mädchen aus einem Gedicht aus der Tang-Dynastie zitieren, reagierte das Publikum mit anhaltendem Applaus und Jubel. Man sah, dass die Reaktion des Publikums den Schülern Mut und Bestätigung gab.

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Die jungen Künstler wurden immer lockerer und sicherer. Die Distanz zwischen den deutschen Schülern und dem Publikum wurde immer kleiner. Als zum Schluss „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weht“ auf Chinesisch gesungen wurde, waren das Publikum und die Schüler auf der Bühne ganz vereint. Charlotte sagte mit glockiger Stimmer „Hanbao wen Shanghai“ (Hamburg grüßt Shanghai): 31 Stimmen riefen im Chor „Shanghai Nihao (Hallo Shanghai)!“ Jubel, Applaus und Lachen. Einige Zuschauer sangen unter Tränen mit, einige blieben auch nach der Aufführung auf den Platz stehen. Manche fragten, wann die nächste Aufführung wäre. Manche suchten den Dialog mit den Schülern.

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Nach der Aufführung waren die Jugendlichen aus Hamburg überglücklich. Sie waren mit sich zufrieden, sie waren auch von dem freundlichen Publikum sehr gerührt. Sie freuten sich insbesondere darauf, dass sie noch drei Monate lang in Shanghai bleiben werden, um intensiv die chinesische  Sprache zu lernen.

Der 28. September 2010 - ein besonderer Tag für die 31 Schüler des Christianeums, da sie ihren Chinaaufenthalt mit ihrem Gruß auf der Expo an Shanghai begonnen haben.

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中午时分汉堡之家前的广场上突然响起了乐声, 过路的客人闻声赶来,不一会儿,广场上就围满了观众。刚才还忐忑不安的同学们转眼间变成了一群身着白色服装的英俊少年, 伴随着轻快的德国民间舞曲, 以欢快奔放的青年对舞形式步入舞台。热情的观众们顿时被他们的活力感染,随着舞曲的节奏以掌声相伴,平时只供过路客人休息的广场转眼间变成了一个互动大舞台。

舞蹈过后,同学们站成半圆队形,开始用标准的汉语向观众朋友做自我介绍:Bea说:“我是德国人”,Jannik说:“我家住在汉堡”,Luka说:“我家有妈妈,爸爸,还有一个妹妹“,大家同声说:“我们都学中文“,Luise说:“我第一次来中国“,Vincenzo说:“我去了北京”,Alissa说:“我上了长城“,Charlotte说:”北京的山很绿“,Lukas说:“上海的楼很高“,Benjamin说:“我爱吃中国饭”观众笑了起来,Solene说:“我会用筷子”,Valentina说:“我会写汉字”,Jasper没忘词, 他说:“我会数数‘-二三四五,上山打老虎‘”,观众为他鼓掌叫好。Berenice说:“我会背唐诗’床前明月光,疑是地上霜‘”,观众又鼓掌叫好。 Franzeska说:“我很喜欢上海,因为上海有世博”,Fredricke说:”汉堡问上海:‘上海,你好!”全体同学使出全身力气大声说:‘上海,你好!”一阵阵笑声,一阵阵掌声,才不过短短几分钟,观众们就对这群素不相识的德国孩子熟悉了起来。接下来孩子们在汉堡每日新闻的博拉姆斯音乐主题的伴奏下,用自己的美术作品向观众展示自己家乡的典型画面:汉堡的河流,建筑,花园,人和动物。。。虽然这些景物大家在参观德国馆和汉堡之家时已看到过,但是,当这些静物画面在来自汉堡的孩子手中出现时,画面在观众眼里活了起来,刚才还热热闹闹的广场此时突然静了下来,人们眼中充满敬意。Josephine 和 Paulina像两个经验丰富的歌唱家一样,目光炯炯地唱起“为梦想,远道来,相会在上海”。此时此刻,大家不再觉得谁是演员,谁是观众,异口同声地唱了起来:“我和你,心连心,永远一家人“。

演出结束后,,许多观众找到德国小朋友,向他们表达自己的感受,和他们留影。本来很紧张的德国学生们,现在才明白,中国的观众并没把他们当成演员,而是,把他们看作朋友,他们非常感动,能在上海交上这么多的新朋友。

舞蹈过后,同学们站成半圆队形,开始用标准的汉语向观众朋友做自我介绍:Bea说:“我是德国人”,Jannik说:“我家住在汉堡”,Luka说:“我家有妈妈,爸爸,还有一个妹妹“,大家同声说:“我们都学中文“,Luise说:“我第一次来中国“,Vincenzo说:“我去了北京”,Alissa说:“我上了长城“,Charlotte说:”北京的山很绿“,Lukas说:“上海的楼很高“,Benjamin说:“我爱吃中国饭”观众笑了起来,Solene说:“我会用筷子”,Valentina说:“我会写汉字”,Jasper没忘词, 他说:“我会数数‘-二三四五,上山打老虎‘”,观众为他鼓掌叫好。Berenice说:“我会背唐诗’床前明月光,疑是地上霜‘”,观众又鼓掌叫好。 Franzeska说:“我很喜欢上海,因为上海有世博”,Fredricke说:”汉堡问上海:‘上海,你好!”全体同学使出全身力气大声说:‘上海,你好!”一阵阵笑声,一阵阵掌声,才不过短短几分钟,观众们就对这群素不相识的德国孩子熟悉了起来。接下来孩子们在汉堡每日新闻的博拉姆斯音乐主题的伴奏下,用自己的美术作品向观众展示自己家乡的典型画面:汉堡的河流,建筑,花园,人和动物。。。虽然这些景物大家在参观德国馆和汉堡之家时已看到过,但是,当这些静物画面在来自汉堡的孩子手中出现时,画面在观众眼里活了起来,刚才还热热闹闹的广场此时突然静了下来,人们眼中充满敬意。Josephine 和 Paulina像两个经验丰富的歌唱家一样,目光炯炯地唱起“为梦想,远道来,相会在上海”。此时此刻,大家不再觉得谁是演员,谁是观众,异口同声地唱了起来:“我和你,心连心,永远一家人“。

 

 

 

 


Die Schüler-Austauschreise nach China im Oktober 2009

Am 5. Oktober sind 15 Hamburger Schüler aus dem Christianeum, der Ida-Ehre-Gesamtschule und dem Walddörfer Gymnasium nach China geflogen. Ich als chinesische Fachlehrerin am Christianeum und mein junger Kollege, Herr Evers haben diese aus 9 Mädchen und 6 Jungen bestehende Gruppe begleitet. Alle Schüler lernen schon seit einiger Zeit Chinesisch. Alle haben ihre Partnerschüler aus Shanghai bereits im August dieses Jahres drei Wochen in Hamburg kennen gelernt und betreuet. Die Freude auf den Gegenbesuch und das Wiedersehen in Shanghai war also groß, so dass uns die lange Reise über Dubai nichts ausgemacht hat.

 

Beijing
Als Kulturprogramm sind wir zuerst nach Beijing – meiner Heimatstadt - geflogen. Der Himmel war blau, kaum eine Wolke war zu sehen. Die Sonne strahlte auf die goldenen Dachziegel der Verbotenen Stadt. Am folgenden Tag sind wir mit dem Drachenboot über den Kunming Lake im Sommer-Palast gefahren und davor auf die Mauer gestiegen. Es war steil und weit, trotzdem haben fast alle nach oben geschafft. Die herbstlichen Blätter sind schon gelb und rot geworden, sie glänzten unter der Sonne um die Mauer. Das war die schönste Strecke in der schönsten Jahreszeit.

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Vor dem "Vogelnest" in Peking.




Die erste Schule
Unsere erste Station in Shanghai war die Shanghai High School. Dieses Jahr leitete diese Schule das Austauschprojekt in Shanghai, während das Christianeum in Hamburg Gastgeber war.
Die Shanghai High School machte wegen ihrer riesigen Grünanlage einen sehr entspannten Eindruck. In einem hotelartigen Haus wurden wir untergebracht, die eigentlich für ausländische Lehrkraft gebaut wurde.
Herr Tang, der Schulleiter und Parteisekretär kannte ich schon seit 2005. Damals löste sein Auftritt bei mir eine Assoziation mit dem Vorsitzenden Mao aus. Er führte seine Rede auf Englisch. Er sprach über die Bedeutung der Modernisierung im Schulwesen und berichte mit Stolz über die Entwicklung der internationalen Abteilung. Durch die Einnahme der Schulgebühr profitiert die Schule noch mehr Ruhm und Ansehen in Shanghai. Während seiner Rede habe ich ständig die zwei kontrastreichen Bilder vor Augen: die überfüllten Klassen im chinesischen Abteilung und die am Wochenende mit dicken Limousinen abgeholten wohlhabenden Kindern der internationalen Abteilung.

 

Das erste Mittagessen fand im 2. Stock des Mensa-Gebäudes der internationalen Abteilung statt. Obwohl über 1.000 Schüler, mehr als 300 Lehrer und mehrere Hundert Verwaltungsangestellten in einem total gefüllten Gebäude essen, durften wir Gäste aus Hamburg mit den „-Elite-“Schülern, die viel mehr Schulgeld bezahlt haben, in aller Ruhe speisen. Jeder von uns bekam ein Tablett aus Metall und durfte verschiedene Speisen auswählen. Die Küche hat sich sehr bemüht, den Essgewohnheiten der deutschen Kinder  entgegenzukommen. Es gab Pizza und Hamburger, frittiertes Hähnchen und Coca Cola. Der erste Kulturschock standen auf den Gesichten unserer Schüler, nicht wegen der Fremdheit des Essens, sondern wegen der Ähnlichkeit der Speiseliste.
Zum Begrüßungsempfang kamen alle Mitglieder der Schulleitung, auch Frau Chen Lili von der Schulbehörde Shanghai und die für Austausch zuständige Beamte der Shanghai Regierung, Frau Li, Fangxia waren dabei. Die anderen drei Schulen waren ebenfalls vertreten. Der Empfang war sorgfältig vorbereitet. Alle Seiten wirkten äußerst zufrieden und entspannt. Die 15 Schüler aus Hamburg haben gleich drei angeübte Lieder auf Chinesisch vorgesungen, deren chinesische Partner hörten mit lächeln und Tränen zugleich zu. Es war einfach wie eine Wiedersehens-Party, sie saßen mit ihren Partnerschülern zusammen - so harmonisch und unzertrennlich.

Das Programm für uns war ziemlich vollgeplant. Morgens ab 6:30 stand schon eine Sportlehrerin vor uns auf dem Sportplatz, bracht uns die Taiji bei. Beim Ausflug kamen immer mehrere chinesische Schüler, uns zu begleiten.
Bei der ersten Besichtigung wurden wir das Rathaus gezeigt. Frau Yuan vom Aufsichtsreferat der Education Commission war auch anwesend, die die Shanghai-Austauschgruppe in Hamburg geleitet hat.  Vor drei Jahren als ich zum ersten Mal mit der Hamburger Schüler in Shanghai war, durften wir nur die Vorhalle vom Rathaus sehen. Aber diesmal hat Frau Chen Lili das Licht vom Empfangsraum angeschaltet, wir durften alle in den Raum herein spazieren. Höflich hat Frau Chen mir angeboten, auf einen Sessel Platz zu nehmen. Das tat ich und bedankte mich dafür, sagte sie mir, das sei der Sessel des Bürgermeisters. Alle Schüler haben dort Fotos gemacht und den ehren Empfang genossen.

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Der Empfang im Shanghaier Rathaus: Die Fachreferentin für Fremdsprachen (2. Reihe/1. v.li.), die stellvertretende Abteilungsleiterin des Auslandsreferates (2. Reihe/2. v. li.), Herr Bernd Evers, begleitender Fachkollege (3. Reihe/2. v. re), Frau Ming Chai, Austauschdelegationsleiterin und Koordinatorin für chin. Angelegenheiten der BSB (2. Reihe/2. v.re.)

 

Uns interessierten in Shanghai nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern viel mehr die Schule. Wir haben ihre Stundenpläne und Freizeit mit unseren verglichen. Ergebnis: “Ein deutscher Schüler der 10. Klasse hat ca. 35-40 Unterrichtsstunden in der Woche, ein chinesischer dagegen 47-50.“ Freizeit ist bei den chinesischen Schülern kaum vorhanden. Dies war uns inzwischen nicht mehr neu, aber neu war die Entdeckung, dass sie trotzdem mehr Zeit mit ihren Eltern und Verwandten verbringen. Die deutschen Kinder haben hingegen mehr Zeit für Freundschaft und Computer. Die chinesischen Schüler beherrschen die englische Grammatik besser, dafür besitzen die deutschen einen größeren Wortschatz und können besser praktizieren. In den Fächern Mathematik, Biologie oder Informatik haben die chinesischen Schüler einen erheblichen Vorsprung, aber die deutschen Schüler verfügen über deutlich bessere Fähigkeiten im selbständigen, kreativen Denken und in der Teamarbeit.


 

Das Wochenende
Das erste Wochenende war für den Gastfamilienaufenthalt vorgesehen. Zuerst sind wir zu unserer zweiten Austauschschule – der Datong High School - umgezogen. 
Am Sonntagabend kamen die Schülern glücklich zurück. Fast alle haben Geschenke von den Gastfamilien erhalten. Drei Jungs aus Christianeum sollten bei drei Mädchen übernachten. Das wäre in China zu weitgegangen. Darum haben die Eltern Hotelzimmer für die drei Jungs und die drei Mädchen gebucht. Sie verbrachten zusammen das Wochenende in einer chinesischen Art.
Das zweite Wochenende war für die deutschen Schüler kaum zu erwarten. Sie gingen zusammen ins Kino, gingen tanzen, gingen zu Karaoke. Kristina Klein (Christianeum) ist mit der Gastfamilie in die Provinzstadt gefahren, ein Bißchen Landschaft statt nur Hochhäuser anzusehen tat ihr sehr gut..

Die zweite Schule
Die Datong High School liegt ziemlich zentral. Der erste Blick am Schuleingang war gigantisch. Drei  supermoderne, etwas höhere Gebäude bilden einen Halbkreis, die Mitte des Innenhofes beherrscht eine goldene Skulptur, davor steht ein riesiger Bildschirm. Wir lasen den Text: "Herzlich willkommen Gäste aus Deutschland".

Auf die Datong High School gehen über 2.000 Schüler. Die meisten Schüler kommen von der Umgebung. Man merkt deutlich, dass aufgrund der halbierten logistischen Belastung hier weniger Stressstimmung herrscht. Datong hat zwar keine internationale Abteilung, bietet aber den Schülern Deutsch und Französisch als zweite Fremdsprache an. Dafür haben sie Lehrer aus Frankreich und Deutschland. 

Seit gerade zwei Wochen arbeitet meine Kollegin, Frau Schüler, dort als Deutschlehrerin. Es ist für sie nicht einfach gewesen, Deutsch als Wahlfach zu unterrichten, weil die chinesischen Schüler schon ohnehin sehr  unter dem Leistungsdruck leiden, wie könnten sie noch eine zweite Fremdsprache zusätzlich nehmen? Diese Situation kann ich sehr gut mit dem Fach Chinesisch in Hamburg vergleichen. So wie ich ein Mal auf der Lehrerkonferenz gesagt habe, Chinesisch als Wahlfach wäre der Grab für das Fach. Frau Schüler hätte das gern auf Chinesisch auf einer Schulkonferenz auch gesagt, aber Lehrerkonferenz läuft in China anders. Sie werden jeder Woche zusammen versammelt, dann wird Zeitung vorgelesen und neue Beschlüsse mitgeteilt.


 

Die dritte Schule

Seit Anfang September besuchen fast zwanzig Hamburger Schüler (Christianeum) die Weiyu High School und lernen dort Chinesisch. Sie haben Partnerschüler und Gastfamilien und fühlen sich sehr wohl in Shanghai. Ich bewundere die Anpassungsfähigkeit dieser Schüler. Sie stehen früh auf, machen die Morgengymnastik mit, essen jeden Tag nur chinesische Kost, kommen allein in der fremden Stadt zurecht. Vor zwei Monaten wirkten sie noch relativ unselbständig, aber heute beeindrucken sie mich mit ihrer Reife.
Im Vergleich zwischen der Shanghai High School und der Datong High School ist das Austauschprogramm bei Weiyu  am wenigsten touristisch. Wir haben fast jeden Tag Unterrichtsbesuche in der deutschen Klasse. Manchmal fuhren wir mit den deutschen Schülern zusammen auf einen Ausflug. Das schönste für mich war das Sportfest der Weiyu High School. Alle Schüler mussten an dem Tag das Sportfest mitmachen. Klasse nach Klasse gingen sie auf den Sportplatz  wie bei den Olympischen Spielen. Die deutschen Schüler konnten Gold im Staffellauf holen. Sowohl für die Mädchengruppe als auch für die Jungengruppe. Sie wirkten sehr diszipliniert und gut koordiniert. Die chinesischen Lehrerinnen und Lehrer waren sehr stolz auf ihre Schüler. Gleichzeitig haben sie bei den Lehrerwettbewerben mehrere Preise gewonnen.      .
Die Abschiedsfeier in Weiyu war wenig offiziell. Ein Video-Tagebuch dreier Schüler des Christianeums hat die Chinareise, wie sie die Schüler sahen, zusammengefasst: Sehr viel Spaß,  viel Freude, sehr viel Harmonie.  Die Schüler amüsierten sich mit ihren Partnerschülern; viele haben noch die letzten Geschenke als Abschiedserinnerung ausgetauscht. Ein Gruppenfoto durfte auch nicht fehlen.
Alle waren ganz glücklich darüber, diesen Austausch mitgemacht zu haben.