Gymnasium CHRISTIANEUM

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Geschichte

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Fachbereich GESCHICHTE

Fachleitung: Susanne Fricke-Heise

Unser Geschichtskollegium: Christian Bauer, Inga Beyer, Anna-Sybille von Hindte, Meike Köhler, Stefan Prigge, Timo Sauerwein, Kläre Seifert, Julia Sienknecht, Marko Stazic, Ines Stelljes

An einem humanistischen Gymnasium wie dem Christianeum, das bereits 1738 gegründet wurde, kommt der historisch – politischen Bildung schon per se eine zentrale, vor allem auch fächerverbindende Rolle zu. So ist die Vermittlung der klassischen Sprachen, aber auch die Beschäftigung mit literarischen, musisch-künstlerischen, religiösen und sogar naturwissenschaftlichen Themen ohne die Einbeziehung historischer Kenntnisse und Fragestellungen nicht denkbar. Dieser Grundsatz  prägt maßgeblich die Überlegungen der Fachkollegen bei der Konzeption  des Geschichtsunterrichts in der Unter-und Mittelstufe, aber auch bei der Gestaltung der Kurse in der Oberstufe, vor allem des neuen Geschichtsprofils“.

Neben der inhaltlichen Gestaltung des Unterrichts, die Sie den folgenden Ausführungen entnehmen können, legen wir im Geschichtsunterricht einen besonderen Schwerpunkt auf den Erwerb von Methodenkompetenz, fördern projektartiges Arbeiten und fordern von Beginn an die Präsentation des Gelernten, sei es vor der Klasse, in Ausstellungen in der Schule oder gar bei der Gestaltung eines Abends im Literarischen Cafe.
Geschichte wird für die Schüler immer dann besonders plastisch und erlebbar, wenn sie aus dem Geschichtsbuch „heraustritt“. So nehmen neben dem notwendigen Lehrbuch- und Quellenstudium die Begegnung mit Zeitzeugen, historische Exkursionen, Museumsbesuche, praktisches Lernen im Geschichtsmobil und eigene Rechercheaufgaben vor Ort einen breiten Raum im Unterricht ein. Um Betroffenheit zu erzielen, wird bei der Auseinandersetzung mit historischen Epochen auch immer wieder die Geschichte des Christianeums und seiner Schüler thematisiert. So waren z.B. Schüler und Schülerinnen an der Setzung von „Stolpersteinen“ für ermordete Christianeumsschüler beteiligt, haben Ausstellungen und Lesungen zum 9. November, zum Holocaustgedenktag, zum Schicksal der Swing Jugend, zu den Kindertransporten und zum „Feuersturm über Hamburg“ organisiert, um nur einen kleinen Ausschnitt von Themen über einen besonders bedrückenden Abschnitt der deutschen Geschichte zu nennen.

Diesen allgemeinen Ausführungen wäre zwar noch Vieles hinzuzufügen, doch wollen wir Ihnen im Folgenden lieber einen genauen Überblick über die inhaltliche und konzeptionelle Gestaltung des Geschichtsunterrichts in der Unter-und Mittelstufe sowie in der Oberstufe geben:


 

Rahmenplan Geschichte für das achtstufige Gymnasium Kl. 6 bis Kl. 10

Die Fachkonferenz Geschichte hat den Rahmenplan auf die Bedürfnisse des Christianeums zugeschnitten, um im Hinblick auf das „humanistische Profil“ der Schule die Kooperation mit den anderen Fächern voranzutreiben und  das projektartige Arbeiten schon von Kl. 6 an stetig einzuüben und weiterzuentwickeln.

Hier finden Sie den aktuellen Rahmenplan für die Mittelstufe.

 



Das Fach Geschichte in der Oberstufe

Das Fach Geschichte wird in der Oberstufe des Christianeums in unterschiedlichen Kombinationen und Zuordnungen der Fächer und in unterschiedlichem zeitlichen Umfang unterrichtet:

  • als Profilfach in Kombination mit PGW (jeweils vierstündig) 
  • als Beifach in anderen Profilen – dem der klassischen Sprachen  und dem musischen Profil, 
    worin sich das Selbstverständnis des humanistischen  Anspruches unserer Schule ausdrückt,
  • als Fach im Wahlbereich neben Geographie und PGW in Form eines Zuwahlkurses (zweistündig), mit dem Belegauflagen in der Oberstufe hinsichtlich der drei Auflagenfelder abgegolten werden können.

So unterschiedlich die Einbindung des Faches Geschichte  – wie oben skizziert – auch sein mag, ein thematischer Rahmen ist für das Fach Geschichte in allen Semestern verbindlich vorgegeben:

      -     1. Semester:   Macht und Herrschaft

      -     2. Semester:   Modernisierung in Wirtschaft und Gesellschaft

      -     3. Semester:   Staat und Nation in der deutschen Geschichte des 19. Und 20. Jhd.                                                 

      -     4. Semester:   Konfrontation und Begegnung zwischen europäischen und

                                   außereuropäischen Kulturen.

In diesen Themenrahmen müssen Schwerpunkte gesetzt werden, die als Abiturthemen von der Schulbehörde vorgegeben werden. Nach dem ‚Rahmenplan Geschichte’ als Bildungsplan der gymnasialen Oberstufe können aber weitere Schwerpunkte gesetzt werden, die in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern der Kurse festgelegt werden.

Zur Erklärung der Stellung des Faches Geschichte in den verschiedenen Profilen soll an dieser Stelle auf einige grundsätzliche Überlegungen eingegangen werden:

Es geht darum, die an einem Profil beteiligten Fächer inhaltlich so zusammenzuführen und zu verzahnen, dass Synergieeffekte entstehen. Der leitende Gedanke bei dieser Zusammenführung der Fächer ist der, dass Gemeinsamkeiten, Berührungspunkte und Parallelen in thematischer Hinsicht herausgearbeitet werden, sodass die Fächer voneinander profitieren können, indem sie ihren jeweiligen Zugang zur Problemstellung eröffnen, gemeinsame thematische Schwerpunktsetzungen, aber auch unterschiedliche Sichtweisen ermöglichen.

Dabei sollte die Eigentümlichkeit der Fächer – auch hinsichtlich der Anforderungsbereiche und curricularen Ziele mit Blick auf die zu erbringenden Leistungen in der Oberstufe und im Abitur – berücksichtigt und Überschneidungen hinsichtlich einer thematischen Wiederholung auf ein angemessenes Maß beschränkt werden.

Zu Beginn des ersten Semesters stehen zunächst einige grundsätzliche formale und  methodische  Aspekte der Arbeit in der Oberstufe im Vordergrund wie:

- Kennenlernen und Arbeiten mit den Operatoren

- Leistungsbewertung im mündlichen Bereich (60% im vierstündigen Kurs, 70% im zweistündigen)

- Leistungsanforderungen hinsichtlich der Klausuren (40% im vierstd. Kurs, 30% im zweistündigen)



Profilreise

Die Profile führen im III. Semester jeweils eine einwöchige Profilreise durch, die inhaltlich und thematisch aus dem Unterrichtszusammenhang der Oberstufe in den ersten beiden Semestern entspringt. In den letzten Jahren wurden in diesem Zusammenhang mehrfach Reisen nach Polen (Krakau/Breslau und Danzig) unternommen, da der Schwerpunkt im Abitur auf der Zeit des Nationalsozialismus lag.